Die Ostsee

Entstehung

Die Ostsee zählt zu den kleinen Meeren auf unserem Planeten – nur gut 400.000 km² sind bei einem Meer tatsächlich nicht viel. Klein ist sie also, jung aber auch: Die Ostsee entstand erst vor rund 12.000 Jahren. Durch das Abschmelzen der bis zu 3000 Meter dicken Eisschicht, die während der Weichseleiszeit riesige Landmassen bis weit nach Skandinavien bedeckte, bildete sich zunächst ein Süßwassermeer.

Wenn so gewaltige Eismassen tauen, passiert aber noch viel mehr. Das Land hebt sich durch die enorme Druckentlastung an manchen Stellen an, während es sich an anderen senkt. Gleichzeitig entstand eine Verbindung zur Nordsee, sodass salziges Meerwasser in die Ostsee gelangen konnte. Im Laufe der Jahrtausende wurde diese Verbindung immer wieder unterbrochen. Heute ist der Wasseraustausch an der Nordspitze Dänemarks zwar dauerhaft vorhanden, aber recht klein. Nur über die Nordsee steht die Ostsee mit den salzhaltigen Weltmeeren in Verbindung.

Die Ostsee heute

Dem Zufluss von Salzwasser über die Nordsee stehen enorme Mengen an Süßwasser gegenüber, die in die Ostsee münden. Die Oder und die Weichsel in Polen, die Memel in Litauen, die Newa in Russland und unzählige kleinere Flüsse – wie hier vor meiner Haustür die Trave – sorgen dafür, dass die Ostsee heute aus einem Gemisch von Süß- und Salzwasser besteht. Insgesamt ist ihr Salzgehalt aber sehr niedrig. Das macht die Ostsee zu einem der größten Brackwassergebiete der Erde.

Das Wasserverschlucken ist also in meinem Heimatmeer nicht so salzig wie in der Nordsee oder dem Atlantik – wie schön! Für die eigentlichen Meeresbewohner ist das allerdings nicht ganz so einfach, denn sie sind auf Salzwasser eingestellt. Außerdem schwankt der Salzgehalt erheblich: Im Norden ist er deutlich höher, nach Süden und Osten nimmt er immer weiter ab. Für viele Fische und Muscheln ist es deshalb zu süß, für manche Süßwasserarten wiederum zu salzig – und einige Arten gibt es in der Ostsee deshalb gar nicht erst.

Es gibt keine Muschel, die in der Ostsee entstanden ist – alle sind ursprünglich aus der Nordsee eingewandert. Durch den geringen Salzgehalt bleiben sie hier zwar etwas kleiner, haben sich aber erstaunlich gut angepasst. Ostseebewohner sind eben zäh und stark!

Die häufigsten vier Arten, die in der gesamten Ostsee vorkommen, sind die Baltische Plattmuschel, die Herzmuschel, die Miesmuschel und die Sandklaffmuschel. Diese Muscheln sammle ich seit Jahrzehnten immer wieder bei meinen Strandspaziergängen. Ich mag sie alle – unterschiedliche Persönlichkeiten aus meinem Lieblingsmeer.

Einige Muschelarten findet man nur im Kattegat und bis in den Öresund. So nach und nach werde ich auch diese hier mit einer eigenen Seite vorstellen. Einige habe ich schon gesammelt, andere warten noch darauf, von mir gefunden zu werden.

Von der Ostsee zu Muscheliges

...und so entstand – in Kombination mit meinem Beruf als Goldschmiedin – die Idee, Muscheln und Schmuck zu verbinden: Muscheliges war geboren. Ostseeliebe zum Schmücken und zum Ans-Meer-Träumen.