Herzmuschel


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Die Herzmuschel ist die herzigste unter unseren Ostseemuscheln. Ihren Namen hat sie nämlich daher, dass sie von der Seite aussieht wie ein Herz! Wenn Ihr am Strand eine solche Muschel mit zwei unversehrten Hälften findet, betrachtet sie einfach mal von der Seite und ihr werdet ein perfektes Herz entdecken. Herzig, oder?

Die Herzmuschel ist gleichklappig, hat also zwei gleiche Schalenhälften und es gibt sie am Strand von ganz klein bis etwa zu einer Größe von 4 Zentimetern. Der Wirbel – also die Stelle von der aus sie wächst – sitzt in der Gehäusemitte. Die Rillen, die dort noch sehr zart sind, werden nach außen hin immer tiefer und wellig. Diese tolle Oberflächenstruktur unterscheidet sie von allen anderen Ostseemuscheln, die glattschaliger sind. Das fühlt sich gut an und sieht toll aus.

Die Babyherzmuschel verbringt die ersten zwei oder drei Wochen ihres Lebens schwimmend und anschließend gräbt sie sich flach im Sediment ein. Genau wie alle anderen Muschelarten, die im Meeresboden vergraben leben, hat sie eine Art Rüssel, mithilfe dessen sie sich Nahrung aus dem Ostseewasser filtert.

Wenn sie mal von der Strömung freigespült wird, ist die Herzmuschel mit ihrem kräftigen Fuß recht mobil. Sie nutzt dann die Gelegenheit und springt etwas umher, bis sie einen neuen Platz gefunden hat, der ihr zusagt, um sich dort dann wieder einzugraben. Insgesamt also ein beschauliches Leben mit einer gewissen Vorliebe für kleine Ausflüge.

Die Herzmuschel ist wohl die bekannteste Ostseemuschel, oder? Aber wusstet ihr auch, dass sie essbar sind? Es gibt sie übrigens auch im Nordatlantik und natürlich in der Nordsee – nur im Mittelmeer scheint sie zu fehlen.

Wenn ich am Strand unterwegs bin, habe ich immer gleich Muscheln in der Hand. Auch die Herzmuscheln, die ich handwerklich aufwändig abgeformt und zu Silberschmuck verarbeitet habe, habe ich rund um die Ostsee am Strand aufgesammelt. Stöbert doch einfach mal im Shop, das ist fast wie Muscheln sammeln.

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